BÜCHER BEFLÜGELN: Ausgabe Nr. 2 (01/2017) von „Schwinge & Schnabel“ ist demnächst erhältlich

Ein Vogel – mit spitzer Feder – beflügelt das Lesen

Schwinge & Schnabel

ist eine Zeitschrift für Leben, Lesen und Kultur!

Nehmen wir uns zuerst das ‚Lesen’ vor …
Hoffnungslos und hektisch geworden sind die meisten Leser durch die Erkenntnis: sie werden den Bücherwust, der sich täglich aus den Verlagen zu ihnen als Publikum ergießt, nie, nie, nie vollständig lesen können!

 

Noch nicht einmal die Literatur der eigenen Lieblingsgebiete, wird man ausschöpfen können, wie etwa:

~ Englische Krimis,
deren Helden Migrationshintergründe haben

~ Das Thema der ‚Tulpe’ bei deutschen Dichtern
von ‚G’ bis ‚K’, zwischen 1851 und 1902

~ Monochromatische Mandalas
Im Kartoffeldruck

Entweder hat genau darüber niemand etwas geschrieben –
‚Ist mein Hobby zu blöd?!’ – oder zu viele Unberufene haben den Kern wie mit Paketfüllmaterial zugetextet …

In der Lektüre eines Buches darf man sich nie fragen:
Wie viele Bücher sind seit ich hier schmökere wohl erschienen? –
Oh, Heiliger Franz von Sales*, was habe ich jetzt verpaßt?
Ist das, was ich am Wickel habe wirklich der ‚Burner’ oder fackelt es nur meine Zeit ab, während es relevantere, amüsantere oder eben populärere Lektüre gibt?!
Selbst bei Fachliteratur kann man die Frage nur schwer unter dem Buchdeckel halten: Mache ich etwa einen furchtbaren Umweg, mich hier durchzukauen?! –

Aus der anderen Perspektive gesehen, müssen heute Schriftsteller genau gegen solche Fragen ‚anschreiben’. Gehen aus dieser Verzweiflung so viele von ihnen erst einmal in ‚Schreibwerkstätten’, um als Schreibberufener erst mit erlangtem Schreibmonteur-Meisterbrief Literatur zu verschrauben?!

Früher: in Puschen, Beine auf den Hocker, handschriftlich nachts unter der funzeligen Leselampe was aus dem Gemüt herausbrüten – hicks, gar noch mit einer Flasche Rotwein … – Sagen Sie das aber jo nicht in einem Presseinterview, Sie verderben sich als Autor Verkaufszahlen und Preise – es sei denn, Sie sind schon von Ihrem Verlag ‚beim Leser’ als geniales Unikum avisiert worden!
Erst wenn man schon einen Bestseller gelandet hat, darf man auch Capricen haben – dann allerdings dürfen es aber auch die bücherwurmstichigsten sein!

Aber der pfiffige Schreib-Schrauber verschafft sich dadurch Gelese, daß er schreibt, wie’s der blutarme Leser liebt: einfache, kurze Sätze, ‚klare’ Sprache bis ins Hippe oder Zotige – da wacht selbst der abgedriftete Leser wieder auf, weil dieses Buch ihm vom überlasteten Kritiker empfohlen wird – und der hat auch nur in die anderen Literatur-Magazine geschaut!

Wie auch immer, allen ist klar: wir werden es auch mit Büchern über Bücher – ja, auch mit ‚mehr derselben’ (nach Paul Watzlawick) Literaturzeitschriften – nicht schaffen, uns systematisch durchzuarbeiten, damit uns in unseren Gebieten und darüber hinaus nichts entgeht!
Jedes Raster ist noch zu groß und bringt nicht die perfekte Auslese.
Da müssen wir anders ran: eben nicht die Lider hochkrempeln, um mehr lesen zu können, sondern entspannt unserem Gemüt vertrauen, daß uns die rechten Bücher begegnen werden …

In Schwinge & Schnabel nimmt der Vogel mit der spitzen Feder den Leser eben anders unter seine Fittiche: er regt ihn an, seinen eigenen Instinkten wieder zu vertrauen und dadurch die für ihn geeigneten Würmer zu finden.
So kommen wir zum oben angesprochenen ‚Leben’, wofür diese Zeitschrift auch da sein will. Vögel auf der Wiese picken hier, picken da – „… die lassen sich ja Zeit, ist ja geradezu Zufall wenn die mal einen Regenwurm erwischen …“ könnte man meinen, wenn man auf dem Balkon sitzend von der eigenen Buchlektüre mal auf den Rasen schaut. Trotzdem, die meisten Gefiederten scheinen recht zufrieden mit der Ausbeute, irgendwie vertrauen sie darauf, daß sie als rechter Vogel den rechten Wurm erwischen werden …
„Ha, ha – wie sehen die Würmer das wohl …?!“
Auch die finden für sich das beste, bevor sie … naja …
Und was man über die Vögel noch sagen muß: jeden Frühling schaffen sie es, einen anderen Vogel zu finden, mit dem sie ein Nest bauen. –
Den ganzen Winter mit Speed-Dating beschäftigt gewesen … – oder wie?! – Nein, Vögel sind das eben nicht, denn sie vertrauen dem, was ihnen zufliegt. – Wir gehen da jetzt mal nicht wissenschaftlich heran und pulen scheinbare Gegenbeispiele heraus – es geht ums Prinzip: ich vertraue meinen Fühlern, mache aber keine Antennen daraus und schon gar keine TV-Schüsseln, die dann wieder dreihundert Programme empfangen, aus denen dann wieder ausgewählt werden müßte … Schwinge & Schnabel lockert genau hier die Erde auf – schon gemerkt: vor allem mit Humor! Langsam steigt vielleicht eine Ahnung im Leser auf, wie man sich die Freude am Lesen bewahren kann und keine Versäumnisängste mehr haben muß!

Bleibt noch das – in dieser Zeit so heikle – Postulat nach ‚Kultur’!
Unter welcher Schwinge hat der Schnabel das denn versteckt?
Alte Kultur ist gebilligt, denn die meisten Menschen atmen auf: damit müssen sie nichts mehr zu tun haben – klasse! – Kultur von woanders ist interessant und ‚okay’ bis ‚cool’ – am allerliebsten noch ‚geil’!
Aber die eigene, hier und jetzt?! – Wie denn ‚die eigene’? Wer denn überhaupt? Grimm, Grass, Geiger – glimmt da ein Funke? – Ja, die geh’n ma gerade so – weil da gibt’s von den Kritikern so einen halben Daumen hoch – dann is’s durch als Literatur, auch mit dem Bitternachgeschmack ‚Kultur’ … –
Also ‚Kultur – die eigene’ ist man froh, wenn sie die Einladung zur literarischen Gala nicht annimmt. Falls doch: Lieferanteneingang! Und dann gleich an den Katzentisch – und daß sie nicht erst noch mit viel Gerüsche an den anderen Gästen vorbeischwebt! – Alles klar, Security?!
Also was Kultur angeht, hat auch Schwinge & Schnabel eine harte Nuß zu knacken …
Aber gerade deshalb steht Schwinge & Schnabel dem mutigen ‚Laienleser’ mit Witz und Originalität zur Seite – egal welche er aufschlägt!

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* Der heilige Franz von Sales : Schutzpatron auch der Schriftsteller

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